Schmetterling flieg! – Ein tolles Erlebnis dank Arla

Da ich schon immer sehr naturverbunden war und bei jeder Gelegenheit schon mit meinem Papa im Kleinkinderalter in Wald, Feld und Wiese unterwegs war, kann ich ohne Weiteres behaupten, jede Menge heimischer Vögel, Bäume, Blumen und eben auch Schmetterlinge zu kennen.

Als auf der Facebookseite von Arla Deutschland das Projekt „Schmetterling flieg“ , bei dem man selbst zum Schmetterlingszüchter werden konnte, ins Leben gerufen hat, habe ich mich sofort beworben und eine Zusage bekommen. Was für eine Freude – schließlich kenne ich viele Schmetterlinge (auch den Distelfalter, den man züchten darf), aber ich habe sie noch nie von der Raupe bis zum fertigen Schmetterling beobachten können.

 

Neben dem Schmetterlingsgehege kam auch eine ausführliche Anleitung, eine Pipette und natürlich ein Code, um die Raupen bestellen zu können. Da zu der Zeit, als ich das bekommen hatte, zum einen schlechtes Wetter war und ich zum Zweiten noch mit dem Umzug meiner Schwiegereltern beschäftigt war, habe ich noch eine ganze Weile gewartet, ehe ich mir die Raupen bestellt habe. Schließlich wollte ich ja auch die Zeit haben, meine neuen Mitbewohner beobachten zu können.

 

Am 20. Juli wurden meine Raupen in England verschickt und am Mittwoch, 25. Juli kamen sie bei mir an. In einem Becher mit Nährboden, in dem sie bleiben sollten, bis sie sich verpuppt haben. Also habe ich meine kleinen Kerlchen gleich mal begutachtet und fand sie ziemlich winzig.

 

 

Am nächsten Tag war die Überraschung groß, als ich sah, wie viel sie schon gewachsen waren. Man konnte förmlich zusehen, wie sie größer und kräftiger wurden.

 

 

 

 

Bereits am Montag machte ich mir dann Gedanken, ob sie überhaut noch genug Platz und auch Futter haben. Sie waren so sehr gewachsen, dass der Becher, der anfangs riesig erschien, plötzlich wie eine Miniaturbehausung aussah.

 

 

 

 

Am Dienstag dann waren sie – obwohl ich das nicht dachte – noch mal ein Stückchen gewachsen und haben sich im Laufe des Tages immer mehr nach oben orientiert, was ein Zeichen dafür war, dass sie sich bald verpuppen werden.

 

 

 

 

Am Mittwoch Morgen waren dann anstatt lebhafter Raupen hängende Puppen in meinem Becher – Zeit für den Umzug in ihr Freifluggehege. Wir (das sind mein Mann und ich) haben den Deckel vorsichtig abgenommen und darunter befand sich eine Art Vlies, an dem 4 meiner 5 Raupen – na ja, Puppen – hingen. Eine lag auf dem Boden des Bechers und ich hatte schon Panik, dass sie nicht in Ordnung sein könnte. Aber kurz bei Arla nachgefragt wurde ich gleich beruhigt, dass das nicht schlimm sei und ich sie einfach auf ein Stück Küchenrolle in das Gehege legen könnte. Puhhh, was für eine Erleichterung……

Also wurde das Gehege erst mal mit Küchenrolle ausgelegt, dann mein Sonderfall vorsichtig mit einem Löffel auf die Küchenrolle gelegt und das Vlies mit einer Sicherheitsnadel ca. 4 cm vom Boden des Geheges angepinnt.

 

 

 

 

Dann tat sich genau eine Woche gar nichts mehr. Sie hingen da und ich habe gewartet und bin ein Marathon gelaufen, weil ich unbedingt alle paar Minuten nach ihnen sehen musste.

Mittwoch dann – klar, ich hatte gerade was zu erledigen – sind sie dann geschlüpft. Das heißt alle, bis auf eine, die hatte Probleme aus der Puppe heraus zu kommen.

 

 

 

 

Sie hat sich aber auch nicht bewegt und so dachten wir, sie hätte es nicht geschafft.

Die anderen Schmetterlinge haben ihre erste Flüssigkeit abgesondert, die ganz rot war, was zwar gefährlich aussieht und an Blut erinnert, aber nur überschüssige Farbe ihrer Flügel ist. Laut Begleitheftchen dauerte es dann zwei Stunden, bis ihre Flügel ausgehärtet waren.

Wir haben dann von draußen Blätter, Rosen und eine Nektarine von unserem Baum geholt und sie im Gehege verteilt. Auch habe ich die Nährlösung aus Wasser und Zucker für sie hergestellt und damit die Blätter, die Rose und auch einen Teil der Küchenrolle damit beträufelt.

 

 

 

Am nächsten Morgen haben wir dann gleich wieder nach ihnen gesehen und der Schock war riesig, als wir sahen, dass der eine Schmetterling, der nur halb aus der Puppe hing, doch noch am Leben war und wie wild gezappelt hat. Mein Mann hat sofort das Vlies raus genommen und ewig lange versucht, ihn aus seinem Kokon zu befreien – leider ohne Erfolg. Er hatte nur einen Flügel und der Kopf steckte fest im Kokon ohne die Möglichkeit, ihn daraus zu befreien. Mein Mann hat den armen kleinen Kerl dann erlöst, eine andere Möglichkeit gab es leider nicht und wir konnten ihn ja nicht dort stecken und elendig verhungern lassen……… heul…..

 

Aber wenigstens ging es den anderen 4 Distelfaltern gut. Sie waren agil und haben eifrig gefressen.

 

 

 

 

 

 

Am Donnerstag Nachmittag dann habe ich sie schweren Herzens in die Freiheit entlassen. Sie sind so heftig in ihrem Gehege geflogen, dass ich Angst hatte, sie noch länger dort zu lassen und außerdem sollen sie so viel wie möglich fliegen können. Also habe ich mein Schmetterlingshaus genommen und bin nach draußen unter den Carport gegangen, wo auch die Rosen blühen, um sie dort frei zu lassen.

Der erste ist sofort rausgeflogen und – weg war er….. tschüß mein Kleiner und ganz ganz viel Glück in deinem Leben!

Der Zweite hat dann auch den Ausgang gefunden….. auch dir nur die allerbesten Wünsche!

Nr. 3 wollte nicht so richtig ausfliegen, also habe ich meine Hand hinein gehalten und er ist auf meinen Finger gekrabbelt. Dort hat er noch eine Weile gesessen, bevor auch er in sein neues Leben geflogen ist….. mache es gut und pass auf dich auf, alles alles Gute

 

 

 

Tja und dann war da noch Nr. 4, der einfach nicht raus wollte. Also habe ich meine Hand hingehalten und er ist auch sofort aufgestiegen. Ich habe ihn heraus genommen und dann mit Schreck gesehen, dass ihm der untere Teil des linken Flügels fehlt. Er wollte fliegen, fiel aber sofort wie ein Stein Richtung Boden. Keine Angst, ich habe ihn vorsichtig aufgefangen. Um nicht gleich aufzugeben, habe ich ihn dann auf die Rosen gesetzt, aber auch der zweite und dritte Flugversuch endete wie der Erste…. ich konnte ihn nicht dort lassen, denn wenn er nicht fliegen kann, würde er verhungern – oder Schlimmeres.

Also habe ich ihn wieder zurück in sein Schmetterlingshaus gesetzt, dass er nun ganz für sich alleine hat und es geht ihm dort gut. Er bekommt frisches Obst und seinen Nektar und ich hoffe sehr, dass er dann eben hier bei uns ein einigermaßen schönes Leben hat, auch wenn er leider nicht fliegen kann.

 

Ein ganz ganz riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesiges DANKESCHÖN an Arla, dass ich dieses Projekt mitmachen durfte. Es hat mich unheimlich fasziniert und es hat sehr sehr viel Spaß gemacht.

 

DANKE   DANKE   DANKE   DANKE   DANKE   DANKE

 

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